Nurse monitoring

Risikopatienten

Es gibt eine Gruppe von Patienten, deren Epilepsie nach wie vor schwer zu behandeln ist. Trotz neuer Behandlungsmethoden und Medikamenten, können die Anfälle nicht vollständig unter Kontrolle gebracht werden. Diese Epilepsien werden als therapieresistent oder refraktär bezeichnet.

Bei einigen dieser Patienten kann es zu zeitlich ausgedehnten Anfällen – länger als 5 bis 10 Minuten - oder zu Anfällen kommen, die grundsätzlich nicht selbständig terminieren. In einem solchen Fall, der auch als Status Epilepticus bezeichnet wird, müssen die Patienten zügig Notfallmedikamente erhalten und ggfs. ärztlich versorgt werden.

Risiken durch langanhaltende epileptische Anfälle

Sehr langanhaltende epileptische Anfälle stellen kritische Situationen dar. Es besteht das Risiko, dass solche Episoden zu bleibenden Schäden führen. So kann es zu Verhaltensregressionen oder Rückschritten in der motorischen oder intellektuellen Entwicklung kommen. Unglücklicherweise werden solche Situationen auch in Verbindung mit einem erhöhten Risiko für einen plötzlichen Tod (SUDEP) gebracht.

Um diese Gefahren zu managen, ist ein schnelles Erkennen eines epileptischen Anfalls von grösster Wichtigkeit. Je früher ein Anfall erkannt und medikamentös interveniert wird, desto einfacher ist es den Anfall zu unterbrechen und desto effektiver kann das Risiko von langfristigen Schäden reduziert werden.

Eine große Herausforderung

Mit Epilepsie zu leben und jederzeit einen Anfall fürchten zu müssen ist eine große Belastung für den Patienten. Aber auch für Eltern und Betreuer stellt dies eine besondere Herausforderung dar. Da epileptische Anfälle zu jeder Tages- und Nachtzeit auftreten können, müssen Eltern und Betreuer rund um die Uhr für den Epileptiker da sein. Insbesondere nächtliche Anfälle, die im Zweifel erst spät entdeckt werden, stellen ein hohes Risiko da.

Geräte zur Anfallserkennung

Geräte zur Anfallserkennung (Smart Watches, Matratzen mit Sensoren und Kameras), welche die Körperbewegungen in der Nacht automatisch beobachten, helfen, das Risiko für manche Patienten zu reduzieren. Leider funktionieren diese Systeme aber nicht für jeden Patienten. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Anzeichen für einen epileptischen Anfall sehr subtil sind (wie beispielsweise Augenbewegungen oder Schmatzen) oder wenn die motorischen Anzeichen unterhalb der Grenzwerten der Geräte bleiben.

Um diese Situationen dennoch zu kontrollieren, setzen manche Eltern und Betreuer zusätzlich einen Babymonitor oder eine Kamera ein, mit denen der Patient in der Nacht überwacht wird. Sie hoffen, durch einen leichten Schlaf bei einem epileptischen Anfall aufzuwachen oder unterbrechen ihren Schlaf mitunter um mehrmals in der Nacht nach dem Patienten zu sehen. Andere schlafen im Zimmer ihres Kindes oder organisieren mit ihrem Partner Nachtschichten um den Patienten im Schlaf zu überwachen. Das Risiko ist zu hoch, einen epileptischen Anfall zu verpassen!

epiNightNurse.com

epiNightNurse richtet sich an die Patienten, bei denen die automatischen Systeme nicht zuverlässig epileptische Anfälle anzeigen.